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Schwache Nerven, wenig Glück und Unzulänglichkeiten in entscheidenden Momenten kosteten die Marines am Sonntag den möglichen Split bei den Holm Westend 69ers. Dass die beiden Niederlagen (9:10 und 2:12) nicht das Schmerzhafteste des Tages blieben, setzte dem Drama dann die Krone auf.


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W: Max Müller, L: Kim Drews

Schon vor der Abfahrt der erste Schock für die Marines: Rafael Bejaran fällt aus. Und vor dem ersten Pitch der Nächste: Oliver Püst fällt aus. Das Lazarett der Marines nähert sich der Teamstärke, die Ausfälle von Hiraldo, Jimenez, Schwermer und Senkpiel wiegen jetzt noch schwerer.

Davon unbeeindruckt bleibt Erol Reis. Wie schon vor Wochenfrist gegen Kiel wirft der 21jährige Rechtshänder ausgesprochen solide und hält die 69ers vier Innings lang von Hits und Runs ab, während die seinen im dritten Inning loslegen und durch Hits von Jahncke, Tiralla und Abeledo mit 2:0 in Führung gehen.

Fünf oben ist 69ers Starter Röpke dann endgültig geknackt. Defensive Unzulänglichkeiten der Gastgeber, starkes Witting und aggressives Baserunning sorgen für drei Runs. Nun kommt Max Müller, ein entscheidender Wechsel für dieses Spiel, auch wenn es zunächst anders aussieht, weil Alex Coolbaugh mit einem Double gleich mal die Runs vier und fünf reinholt und umgehend auf Drews Single scoren kann.

8:0, doch seit dem letzten Wochenende wissen die Marines: no lead is safe! Und das ahnen auch die 69ers. Wild entschlossen prügeln sie nun auf Reis Pitches ein. Müller eröffnet mit einem Infield Single, Ahlemann schickt einen Hit in die Lücke, und schon ist der Druck da.

Da ein etatmäßiger Catcher nicht zur Verfügung steht, muss Alex Coolbaugh hinter die Platte, was den 69ers das Baserunning erleichtert und den Druck auf die Marines nun ständig hoch hält. So kommen dann Fehlentscheidungen zustande. Zum Beispiel der Versuch, den Grounder von Köhler zu einem Play an der Homeplate zu verwerten. Der Wurf ist zu spät, das sichere Aus fehlt nun auch.

Reis wird weiter geschlagen, bei zwei Aus sind es nach Hits von Wöbbeking und Koenig schon vier Runs, als ein Single von Kilic im Outfield zu einem Wurf ins Niemandsland führt – nur noch 5:8.

Nichts dramatisches, sollte man meinen, doch das Momentum ist futsch. Und bleibt es zunächst auch. Müller hat die Marines nun komplett im Griff und setzt zehn Batter in Folge wieder hin. Derweil der nächste Tiefschlag für die Gäste: Secondbaseman Lucas Jahncke muss mit Meniskusproblemen aus dem Spiel. Gelson Beard übernimmt.

Die 69ers arbeiten sich weiter an Reis ab und haben nun steten Erfolg. Ein Run im sechsten Inning, als ein Double play leichtfertig vergeben wird, zwei Runs im siebten Inning, als bei zwei Aus ein einfacher Flyball im Outfield fällt und danach Klinkes Schlag ins kurze Leftfield noch einmal deutlich macht, wie besonders die Groundrules in Elmshorn, der permanent vorübergehenden Spielstätte der 69ers sind.

Reis muss vom Mound und Kim Drews macht weiter und hält sein Team erst einmal im Spiel, das sich nach dem Ausgleich erst einmal sammeln muss, dann aber unerwartet wieder ins Spiel kommt.

Neun oben ist Gelson Beard eigentlich dank dreier wilder Schwünge das elfte Aus der Marines in Folge, doch der dritte Strike landet im Backstop. Beard reagiert schnell und entschlossen, wird von Abeledo in Scoring position geschlagen und stealt dann das dritte Base. Der Überwurf des Catchers bringt ihn zur Führung nach Hause.

But: no lead is safe… Neun unten ist es wieder Müller, der seinen vierten Hit seit seiner Einwechslung erzielt, direkt das zweite Base stealt und dann auf Drews einzigen Wild pitch ans dritte Base kommt. Entscheidend, denn der nächste Schlag von Wöbbeking ins Rightfield ist ein Sacrifice fly zum erneuten Ausgleich.

Es geht in die Verlängerung, zum dritten Mal in Folge. Und zum dritten Mal in Folge bleiben die Marines ohne Run. Denn anders als die 69ers bringen die Marines Drews nicht über die Platte sondern lassen ihn am dritten Base verhungern. Den Walk off win machen die Holmer dann im Nachschlag klar. Dennis Röpke eröffnet mit einem Single, stealt (natürlich) das zweite Base und kann dann auf Klinke Single entscheidend scoren.

Der Alptraum Extra innings geht also weiter. Und wieder ist es ein schwaches Inning, das die Marines um den Erfolg bringt, was ob der soliden Vorstellungen der Pitcher und der weitestgehend starken Defensive umso schmerzhafter ist, weil man weiß, dass man dieses Spiel nur im Kopf verloren hat…


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W: Marvin Kilic, L: Antoni Ramos

Auch die zweite Partie bietet ein neuerliches Negativ Highlight. Dieses Mal ist Anton Ramos der Protagonist, ausgerechnet bei seinem ersten Einsatz als Starting Pitcher. Nach wildem Beginn gerade mit dem ersten Strike out ins Spiel gekommen, wirft er einen Wild pitch in den Backstop und zieht beim anschließenden Versuch eines akrobatischen Tag plays an der Homeplate eine so schwere Oberschenkelverletzung zu, dass auch für ihn das Spiel beendet ist.

Gelson Beard braucht seine Zeit ins Spiel zu finden und so haben die 69ers sich hinter ihrem Starter Marvin Kilic in zwei Innings schnell eine 7:2 Führung erarbeitet. Kilic zeigt nur am Anfang Schwächen, und da nur Torben Tiralla in der Lage ist ihn zu schlagen, bleibt das Spiel einseitig.

Alex Coolbaugh macht nun auf dem Mound weiter, muss jedoch mitansehen, dass die angeklickten Marines defensiv nicht mehr die letzte Qualität aufs Feld bekommen. So scoren die 69ers munter weiter und machen irgendwann im sechsten Inning den Sack zu – 12:2.

Den Sack zumachen – das ist genau die Qualität, die den Marines in drei der letzten vier Spiele fehlt. Konsequenz sind drei unnötige Niederlagen und Platz fünf in der Tabelle. Das darüber hinaus auch noch drei weitere Spieler auf der Verletztenliste landen, macht den Bock dann endgültig fett.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir nicht versäumen, uns beim Holmer Physio zu bedanken, der mit uns alle Hände voll zu tun hatte, uns aber betreut hat, als wären wir sein Team. Das, so meinen wir, verdient besondere Erwähnung und führt auch dazu, dass zumindest Püst bis zum nächsten Spiel wieder fit sein wird.

Weiter geht es, die Marines dürfen durchatmen, erst wieder am 1. Juni. Beim Durchatmen sollte dann aber auch möglichst der Kopf freigeblasen werden, damit die verkrampften Auftritte der letzten Spieltage sich nicht wiederholen…

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