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  • Jul : 5 : 2018 - Blick nach vorn
  • Jun : 23 : 2018 - Marines festigen Platz drei mit Sweep
  • Jun : 17 : 2018 - Ging nicht viel gegen Kiel

Zumindest ein Spiel lang hielt der Doubleheader Marines vs. Stealers, was er versprochen hatte. Führungswechsel, Homeruns, Extrainnings und auch noch eine Ejection sorgten für ein sehenswertes 11:12 aus Sicht der Marines. Spiel zwei gewannen die Marines dann locker mit 20:1, aber ein Leckerbissen war das zumindest für den neutralen Beobachter nicht gerade…

1 2 3 4 5 6 7         8         9     10 R H
HHS 2 2 1 1 1 0 0         4         0      1 12 15
HAM 0 0 1 0 3 0 4         3         0   0 11 16

W: Rickert Koch (1-2), L: Erol Reis (4-2)

Wenn man den Anfang verschläft, wird es schwer in der 2.Bundesliga. Erst recht, wenn sowohl Defensive als auch Offensive erst zur Hälfte des Spiels in Schwung kommen.

Ironischerweise wird Joshua Senkpiel als Starting Pitcher trotz solider Würfe in seinen fünf Innings von den Stealers mit sieben Runs belegt. Die Gründe dafür sind dem Scoresheet nur bedingt zu entnehmen. So kommen die Stealers zu Doubles, die bei gutem Stellungsspiel der Defensive Singles gewesen wären und holen Basehits auf schwache Kontakte, weil die Bälle im Niemandsland hinter den Infieldern landen.

Dabei gilt jedoch festzuhalten: die Stealers schlagen, und genau das tun sie erfolgreich. Dagegen wählen die Marines zunächst gegen Benjamin Nikolmann zuverlässig die falschen Pitches aus und bauen so in den ersten vier Innings keine nennenswerte Bedrohung auf.

Senkpiel geht nach fünf Innings mit einem deutlichen 1:7 Rückstand vom Mound, trotz besten Wetters ist die Stimmung bei den Marines auf dem Tiefpunkt. Doch jetzt geht das Spiel erst richtig los…

Rainer Bergau zieht fünf unten den Lead off walk und erläuft sich darauf das zweite Base. Evgenij Garies landet nun den ersten richtig guten Kontakt auf Nikolmann. Triple ins Leftfield – 2:7. Ein Weckruf für nun wie ausgewechselte Gastgeber. Denn schon im nächsten At bat befördert der heute beste Batter der Marines, Lucas Jahncke, den Ball über den Leftfieldzaun zum 4:7 Anschluss. Leider bringen die Hits von Senkpiel und Coolbaugh daraufhin nichts Zählbares mehr ein.

Nikolmann wankt, fällt aber nicht. Doch die Marines arbeiten sich nun mit mehr Fortune an ihm ab und Ziehgen zumindest so viele Pitches, dass er nach sechs Innings vom Mound muss.

Mathis Grope versucht sich nun am Projekt, eine Führung von drei Runs ins Ziel zu bringen. Doch schnell wird klar, dass das so nichts wird. Senkpiel wird abgeworfen, Singles von Coolbaugh und Jimenez laden die Bases. Taveras schickt den Ball über den Leftfieldzaun, aber kein Grandslam, denn der Ball nimmt kurz vorher noch etwas Outfieldgras mit – Ground rule double zum 6:7. Grope zeigt jetzt Nerven und wirft zwei Pitches in den Backstop, Jimenez und Taveras erlaufen die Führung.

Großes Comeback, schwaches achtes Inning: nun dürfen die Stealers wieder und schlagen Reliever Kim Drews, dessen Hintermannschaft wieder in die alten Muster der ersten Innings verfällt. Kleine Fehler im Stellungsspiel, mangelnde Genauigkeit, und prompt holen sich die Gäste die Führung nicht nur zurück, auf den nun eingewechselten Erol Reis setzen Grope und Oppermann noch zwei Wirkungstreffer zum 8:11!

Sind die Marines damit nun gebrochen? Nein, sind sie nicht! Das Drama geht weiter, und hinschreibt Alex Coolbaugh sein Kapitel. Grope darf weiterwerfen und walked Jahncke und Senkpiel. Coolbaugh dagegen bekommt den Fastball down the middle und schlägt ihn aus dem Park – Ausgleich und jede Menge Jubel!

Grope muss den Mound nun für den jungen Rickert Koch räumen. Und der gibt zwar noch ein Double an Taveras ab (dieses Mal hüpft der Ball über den Centerfieldzaun), kommt aber ohne Schaden aus dem achten Inning.

Das neunte Inning überstehen beide Pitcher unbeschadet, doch die Marines dürfen sich darüber triftig ärgern. Jahnckes Lead off Double verpufft wegen eines Strike outs und zweier kurzer Fly outs im Rightfield.

Zehn oben gelingt den Stealers dann der entscheidende Punch: Bei zwei Aus schlägt Fleming den Ball in die Leftfieldcorner, Oppermann kann vom ersten Base scoren – 11:12! Und immer noch drei Aus für die Marines, um die Wende zu schaffen. Taveras eröffnet mit dem Single, Bergau dann mit dem Strike out. Der Hinweis an den Umpire, dass der Pitch sich nicht wirklich in der allgemein anerkannten Strikezone befand, bezahlt Bergau mit der Ejection. Ärgerlich, aber im Nachgang diverser Unmutsbekundungen von Seiten der Marines unvermeidlich…

Ach so, das Spiel: Bei zwei Aus bringt Garies Taveras mit einem Infield Single ans dritte Base. Jahncke erhält den Intentional walk, doch Senkpiels harter Schlag ins Rightcenterfield kann sich Kennedy Murray Rivas zum entscheidenden letzten Aus des Spiels erlaufen.

Das Drama geht zu Ende, die Marines sind sauer. Weniger auf den Umpire (that’s a different story) als vielmehr auf sich selbst. Verschläft man die erste Hälfte des Spiels nicht, kann man personell angezählte Stealers sicher Schalgen, doch mit dem Rucksack eines 1:7 Rückstands bleibt auch nach starkem Comeback kein Raum für Fehler.

1 2 3 4 5 6 7        R H E
HHS 0 0 0 1 0        1 4 1
HAM 3 2 6 9 X        20 14 2

W: Alexander Coolbaugh (1-2) L: Sebastian Koch (0-1)

Nach Beruhigung der Gemüter sehen zu Beginn des zweiten Spiels alle klarer. Die Stealers haben ihr gesamtes Pulver für Spiel eins benötigt, so dass Catcher Sebastian Koch einen Spot Start absolvieren muss.

Während Alex Coolbaugh das Spiel für die Marines vom ersten Pitch an im Griff hat, muss Koch mit ansehen, wie seine fehlende Kontrolle und gutes Witting die Marines früh mit 3:0 in Front bringt. Auch zwei unten scoren die Marines, dieses Mal ist das gute Baserunning maßgeblich für den Erfolg.

Drei unten wird es dann übel für Koch, zu viele Walks kosten ihn zwei Runs und laden die Bases, Lucas Oppermann übernimmt. Doch der legt gleich vier Walks nach – 11:0! Mathis Grope muss nun noch einmal ran.

Das war schon in Spiel eins keine Erfolgsoption und endet in Spiel zwei übel. Die Marines schwingen auf alles, was in die Zone kommt und treffen hart. Neun Runs auf zehn Hits im vierten Inning machen aus einem Blow out eine richtige Klatsche – 20:1 endet die Partie.

Spaß macht das niemandem mehr und so sind alle Beteiligten froh, als Finn Schwermer das letzte Fly out des Spiels fängt.

Die Stealers gehen in Sachen Pitching in Spiel eins “all in” und werden dafür belohnt. So dürften sie auch das zweite Spiel mit einer gewissen Gelassenheit hinnehmen, in Anbetracht der vorhandenen Personaldecke ist ein Split sicher als Erfolg zu werten.

Die Marines hingegen werden sich über den Sieg im zweiten Spiel nicht so richtig freuen können. Verschläft man nicht die Hälfte des ersten Spiels, ist ein Doppelsieg und damit ein ganz großer Schritt zur Festigung des dritten Tabellenplatzes drin. Doch so bleiben die Stealers auf Tuchfühlung.

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