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Run

Es war ein lehrreicher Nachmittag für die Marines. In beiden Niederlagen gegen die Dockers (2:8 und 5:15) spiegelte sich vieles von dem wider, was den Marines im Vergleich zu den Spitzenteams der 2.Bundesliga noch fehlt. Dennoch waren auch positive Entwicklungen zu erkennen

1 2 3 4 5 6 7         8         9        R H E
BRE 0 0 0 0 0 1 3         3         1        8 11 3
HAM 0 0 0 0 0 0 0         0         2        2 5 5

W: Alberto Orti Roig (6-0), L: Torben Tiralla (1-2)

Für die Marines ist das Ziel gegen die Dockers klar: die Bremer benötigen ihre erste Saisonniederlage, und wir fügen sie ihnen zu. Torben Tiralla soll als Starting Pitcher den Grundstein dazu legen und kommt ohne Run aus dem ersten Inning. Die Hits von Jan Gardey und Joshua Senkpiel verpuffen jedoch ebenso wie sämtliche weitere Angriffsbemühungen beider Teams in den ersten fünf Innings.

Im Duell der Linkshänder lassen sowohl Orti als auch Tiralla kaum etwas zu, und wenn, dann ist es eher den wackligen Defensivreihen als ihrem Pitching geschuldet. Dabei machen es die Marines ihrem Gegner aber auch offensiv leicht. Die Innings zwei bis sechs sehen genau zwölf Batter, für die Orti gefühlt etwa 30 Pitches benötigt. Der erste Pitch ist der falsche Freund der Marines…

Das hat Konsequenzen. Tiralla erhält kaum noch Erholung zwischen seinen Innings und muss dem Stress sechs oben erstmals Tribut zollen. Schnetlage gelingt der Lead off hit, und bei einem Aus scheitert der Versuch, ihn auf dem Weg zum dritten Base auszumachen, an einem Fangfehler. Ein weiteres Ground out besorgt die Führung der Gäste.

Sieben oben schaffen John Taveras und Joshua Senkpiel bei geladenen Bases ein sehenswertes Double play, doch bei dem Versuch daraus sogar ein Triple play zu machen, verletzt sich Shortstop Lucas Jahncke und muss aus dem Spiel. Die Umstellung mündet in einem Error genau auf dieser Position, der darauf folgende Double von Freiheit beendet beim Stand von 0:4 den Arbeitstag von Tiralla, der trotz seines tollen Starts (kein ER) als Losing pitcher aus dem Spiel geht.

Denn die Marines erzeugen auch in der Folge kaum noch Gefahr am Schlag, und Reliever Kim Drews kann die Gäste nicht wirklich im Zaum halten. Fünf Hits nehmen sie ihm ab und gehen so neun oben mit 8:0 in Führung. Erst ein Error der Dockers hilft den Marines noch einmal aufs Pferd. Taveras und Bergau können schließlich auf Coolbaughs Double zum Endstand scoren.

1 2 3 4 5 6 7 R H E
BRE 7 0 0 6 1 1 15 20 1
HAM 0 1 1 0  3  0 5 8 4

W: Jan Schnetlage (3-0), L: Alexander Coolbaugh (2-5)

Nun muss also Spiel zwei für den gewünschten Erfolg herhalten, doch der Traum endet für Alex Coolbaugh frühzeitig. Nicht nur, dass die Dockers ihn nach Belieben hart schlagen, nein, zu allem Unglück findet der Linedrive von Sebastian Kreutz auch noch ungebremst Coolbaughs Schienbein. Das beendet seinen Start frühzeitig und sorgt für eine beeindruckende Deformierung seines linken Unterschenkels, die den Rest des Tages noch viel Interesse auf sich ziehen wird.

Denn mit einem 0:7 Rückstand, mit dem Reliever Erol Reis das erste Inning nunmehr beenden kann, ist die Luft aus Spiel zwei frühzeitig raus. Die Marines verlegen sich darauf, die drohende Niederlage mit einigen Runs und konzentrierter Defensive im Rahmen zu halten, was zunächst auch gelingt.

Die Marines schlagen Dockers-Starter Schnetlage jetzt regelmäßig, Garies veredelt sein Single zwei unten nach zwei Stolen Bases und einem Wild Pitch zum ersten Run, Taveras folgt nach einem Abwurf und Hits von Senkpiel und Bejaran drei unten zum 2:7.

Bei den Marines beginnt das Rechnen, wie gut die Chancen auf ein Comeback wohl stehen, doch genau diese Rechnung geht vier oben nicht auf. Wie immer, wenn die Dockers unter Druck geraten, greifen sie auf das Mittel Bunting zurück, und die Marines werden dieses Mal böse erwischt. Bujallas Single, ein Walk und ein Error auf den Bunt von Kreuz sorgen für zwei weitere Runs, die Marines kommen nun nicht mehr aus dem Inning. Bremen zeigt, was ein Spitzenteam in solchen Situationen auszeichnet. Eiskalt werden die Unzulänglichkeiten der Defensive aufgedeckt, letztlich scoren sechs Runs, das Spiel ist nun wirklich gelaufen.

Fünf oben übernimmt nun Oliver Püst den Mound, kann aber das 14:2 nicht verhindern, weil die Dockers auch ihn gut schlagen. Doch die Marines wollen die Mercy Rule verhindern, was ihnen fünf unten zunächst auch gelingt. Drei Doubles in Folge von Tiralla, Taveras und Senkpiel, sowie ein Single von Garies sorgen für das 5:14 und damit auch das sechste Inning.

Doch auch hier scoren die Dockers wieder, verhindern im Nachschlag weitere Bergedorf Runs und beenden so das Spiel nach sechs Innings.

Der Frust der Marines hält sich in Grenzen, denn zu überlegen waren die Gäste gerade im zweiten Spiel. Eine dennoch lehrreiche Veranstaltung, denn deutlich war zu erkennen, dass die Marines offensiv im Vergleich zur Hinrunde zugelegt haben. Wer jedoch gegen Gegner dieses Kalibers gewinnen will, sollte sich Unzulänglichkeiten in der Defensive sparen. Teams wie die Dockers waiden diese aus.

Wenn es am kommenden Sonntag nach Lüneburg geht, hoffen die Marines auf die Rückkehr der angeschlagenen Coolbaugh und Jahncke und auf die beiden Siege, die den Klassenerhalt auch theoretisch besiegeln. Vor allem aber auf eine zweistellige Zahl von Siegen in dieser Saison, was für einen Aufsteiger aus der Verbandsliga ein Riesenerfolg wäre. An den Dockers arbeitet man sich dann kommende Saison noch einmal ab…

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