• Oct : 28 : 2018 - Zweite zum dritten Mal Erster
  • Sep : 8 : 2018 - Versöhnlicher Abschluss der Freiluftsaison
  • Aug : 27 : 2018 - Split zum Saisonabschluss zu wenig
  • Aug : 18 : 2018 - Versöhnlicher Heimabschluss gegen Elmshorn
  • Aug : 11 : 2018 - Reinfall gegen die 69ers

Marines

Die Vorahnungen waren böse, hatten die Dockers doch im bisherigen Saisonverlauf ihre Gegner in Grund und Boden gespielt. Gegen die Marines taten sie erst im zweiten Spiel. Umso größer der Frust, beim nur vermeintlich haushohen Favoriten nichts mitgenommen zu haben (8:11 und 0:10).

1 2 3 4 5 6 7         8         9        R H E
HAM 0 0 5 0 2 0 0         0         1        8 9 3
BRE 1 3 3 2 0 0 0         2         0        11 13 2

W: Jan Schnetlage (1-0), L: Kim Drews (0-1)

Bestes Baseballwetter und eine phantastische Baseballanlage – Herz, was willst Du mehr? Einen Pitch ans Bein nimmt Tiralla auch gleich dankend mit als Einstandgeschenk des Bremer Pitchers Sebastian Kreutz. Der zeigt Tiralla umgehend, was er noch so kann und schickt ihn mittels Pick off in einen Run down zum ersten Aus. So tut es den Gastgebern nicht weh, dass Kreuz drei Batter benötigt, um die Strike zone zu beherrschen – die Marines scoren nicht.

Kim Drews eröffnet das Spiel für die Marines und gerät ebenfalls früh unter Druck. Das liegt aber daran, dass die Dockers ihn zu schlagen wissen und das Infield der Marines heute ausgesprochen unsicher agiert. Die Führung der Bremer resultiert aus dem ersten Error. Errors finden sich auf dem Scoresheet des zweiten Innings nicht. Doch die missratene Bunt defense der Gäste und die ersten drei Walks von Drews bringen den Dockers die nächsten drei Runs ein. Ist das also das Geheimnis der Dockers? Druck auf die Defensive machen sie mit einfachsten Mitteln und kommen zum Erfolg.

Doch drei oben melden sich auch die Gäste offensiv im Spiel an. Schwermer schlägt einen Single, es folgen zwei dicke Patzer der Dockers, unter anderem auf Yoons Bunt – 1:4. Nun lassen sich die Gäste nicht mehr zweimal bitten und waiden die kurze Unsicherheit der Bremer gnadenlos aus. Hits von Taveras, Hiraldo und Püst sorgen für die 5:4 Führung und beenden den Arbeitstag von Kreutz.

Ihm folgt Bujalla, der das Inning schnell beendet, doch schon drei unten aus dem Spiel muss – Muskelverletzung, gute Besserung! Zwei Aus haben die Gäste schon erzielt, da schickt Orti den Ball ins Gap, zwei Runs scoren, ein weiterer Error auf Bujallas Schlag bedeutet gar das 5:7.

Jetzt muss Jan Schnetlage für die Dockers ran und bringt Ruhe ins Spiel, während die Dockers vier unten noch einmal nachlegen zum 9:5. Drews ist jetzt ausgelesen und wird geschlagen. Das schöne Play Yoons an der Homeplate kann nicht verhindern, dass Moncadas Single das 8:5 bringt. Drews geht, der angeschlagene Joshua Senkpiel kommt zum Relief. Doch einen Pitch muss er in diesem Inning nicht mehr werfen, die Dockers haben andere Pläne. Moncada startet zum Early steal, Senkpiel schickt ihn in den Rundown, doch vom Dritten kann Müller zum 9:5 scoren. Wieder so eine Antwort auf die Frage nach dem Bremer Erfolg. Dreistes Baserunning.

Die Marines geben sich nicht auf und bauen fünf oben ein neuen Versuch, den Bremern gefährlich zu werden. Garies Single und Püst Walk bringen bei einem Aus Runner, Gardey schiebt sie in Scoring position. Unter Druck verliert Schnetlage den Faden und gibt drei Walks in Folge ab, ehe er Taveras zum Pop out zwingt.

Senkpiel knüpft nahtlos an seine guten Leistungen der Vorwochen an und stellt die Dockers-Offensive kalt, doch auch die Marines können Schnetlage zunächst nichts mehr anhaben.

Acht unten holt sich Orti dann den ersten Hit der Bremer auf Senkpiel, Gill und Kreutz legen nach, doch die beiden Runs dieses Innings erlaufen sich die Dockers wieder aus der 1-3-Situation. Einmal mittels Delayed, einmal wieder mit dem Early steal, und wieder können es die Gäste nicht verhindern – 11:7.

So glaubt neun oben kaum noch jemand an die Marines. Doch die lassen nicht locker. Hiraldo mit einem Lead off Double, Garies mit einem Single und Senkpiel mit einem Walk kommen auf die Bases. Hiraldo kann auf einen Passed Ball scoren, wobei sich Schnetlage beim Versuch eines Tags am Knöchel verletzt – gute Besserung. Orti muss nun weiterwerfen, und das macht er zunächst gut. Strike out gegen Gardey und dann eine Schlüsselszene des Spiels: Garies will das dritte Base stealen und wird dabei – höchst umstritten – Aus gemacht. Das Unverständnis über diesen Call hilft den Marines aber nicht weiter. Leider ebnsowenig wie Tirallas Infield single, da er vom eingewechselten Jahncke in ein das Spiel beendende Force play geschickt wird.

Eine unsichere Defensive erlaubt mindestens fünf Runs zu viel, der Field umpire macht in einem entscheidenden Moment einen Call, den die Marines ganz anders sehen. Ja, in diesem Spiel war definitiv mehr drin. Doch darf man sich dann nicht in Situationen bringen, wo eine Schiedsrichterentscheidung über Wohl und Wehe der Partie entscheidet.

1 2 3 4 5 6 7 R H E
HAM 0 0 0 0 0 0 2 2
BRE 6 1 2 0  1 10 12 2

W: Alberto Orti (3-0) , L: Evgenij Garies (0-1)

Mit Blick auf die hohe Beanspruchung der Pitcher in dieser Saison entscheiden sich die Marines für einen Spot start von Evgenij Garies in Spiel zwei. Garies muss schnell ran, weil die Marines gegen Orti nur schwer in Gange kommen und gerät gleich in schwere Fahrwasser. Eine sehr tiefe Strike zone und aggressive Bremer Hinter werden ihm zum Verhängnis, vor dem ersten Aus sind schon drei Runs durch. Es werden insgesamt sechs, und Garies Arbeitstag endet früh.

Jung Kook Yoon übernimmt und kann die Bremer nur mit Mühe von weiteren Big innings abhalten. Erst vier unten liefert er das erste Inning ohne gegnerischen Punkt ab. Vier oben sind zuvor die ersten beiden Hits der Gäste gefallen, doch die starken Hits von Bergau und Senkpiel bleiben ohne Wirkung, bezeichnend für die Offensive der Marines im zweiten Spiel, das Orti fast nach Belieben kontrolliert.

So kommt es fünf unten zum schnellen Show down. Orti eröffnet mit einem Single und stealt dann das zweite Base, Heinrich Gill bleibt dann der Walk off Double unter den divenden Centerfielder Tiralla hindurch vorbehalten.

So spannend und ereignisreich Spiel eins war, so einseitig präsentierte sich Spiel zwei, das die Bremer in nicht einmal 90 Minuten über die Bühne brachten.

Auf Seiten der Marines ist man ein wenig schlauer geworden, was die Dockers man besonderen Qualitäten mitbringen und kann nun die Rückschlüsse für die Rückspiele Anfang Juli ziehen. Bis dahin sind aber noch vier Doubleheader gegen andere Gegner zu spielen, die in der Tabelle wohl eher in den Regionen der Marines zu verorten sind. Zeigt man gegen diese wieder eine solidere Feldverteidigung, sollten auch wieder Erfolgserlebnisse einzufahren sein.

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